Kurz gesagt: In den allermeisten Fällen ja. Entscheidend ist 2026 nicht mehr die Einspeisevergütung, sondern der Eigenverbrauch – jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Netzstrompreis von rund 37 ct/kWh. Wie stark sich deine Anlage rechnet, hängt aber an vier konkreten Stellschrauben.
Die vier Stellschrauben der Wirtschaftlichkeit
Ob sich Photovoltaik lohnt, entscheiden vier Größen: der Anlagenpreis, dein Eigenverbrauchsanteil, der Strompreis, den du dadurch sparst, und der Ertrag an deinem Standort. Seit 2023 gilt zusätzlich die 0 % Mehrwertsteuer bis 30 kWp – das senkt die Investition gegenüber früher um rund ein Fünftel.
Am wichtigsten ist der Eigenverbrauch. Selbst genutzter Solarstrom spart dir rund 37 ct/kWh, für eingespeisten Strom gibt es dagegen nur die gesetzliche Einspeisevergütung von 7,78 ct/kWh (Stand 2026). Eigenverbrauch ist damit etwa 4–5-mal wertvoller als die Einspeisung – deshalb rechnet sich Solar auch bei sinkender Vergütung.
Beispielrechnung: 10 kWp mit Speicher
Eine 10-kWp-Anlage mit 8-kWh-Speicher kostet 2026 schlüsselfertig rund 16.000–20.000 Euro (0 % MwSt). In Süddeutschland produziert sie etwa 11.000 kWh pro Jahr. Mit Speicher liegt der Autarkiegrad bei rund 75 %, die jährliche Ersparnis bei etwa 1.800–2.200 Euro – die Amortisation damit bei rund 9–11 Jahren.
Bei über 25 Jahren Lebensdauer bleiben also mindestens 14 Jahre reiner Gewinn. Deine individuelle Rechnung mit deinem Verbrauch, deiner Region und Speicheroption kannst du im Solarrechner in einer Minute durchspielen.
Mit oder ohne Speicher?
Ein Batteriespeicher hebt den Autarkiegrad von rund 35 % auf 70–75 % und die jährliche Ersparnis spürbar an, weil du mehr eigenen Strom selbst nutzt. Er verlängert die Amortisation leicht, lohnt sich aber besonders bei hohem Abend- und Nachtverbrauch, Homeoffice, Wärmepumpe oder E-Auto.
Ohne Speicher amortisiert sich die Anlage oft minimal schneller, du erreichst aber nur etwa 35 % Autarkie. Welche Variante für dich besser ist, hängt von deinem Verbrauchsprofil ab – im Rechner lassen sich beide direkt vergleichen.
Wann sich Photovoltaik (noch) nicht lohnt
Ehrlich bleibt: Nicht jedes Dach ist ideal. Bei starker, dauerhafter Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude, bei sehr niedrigem Stromverbrauch (unter ~1.500 kWh/Jahr) oder bei einem sehr kleinen, ungünstig ausgerichteten Dach sinkt die Rendite deutlich.
In solchen Fällen gibt es Alternativen: Teilverschattung lässt sich mit Modul-Optimierern abmildern, und wenn das Dach ausfällt, ist eine aufgeständerte Anlage im Garten oft die bessere Lösung. Für Mieter oder sehr kleine Budgets ist ein Balkonkraftwerk der einfachste Einstieg.
Vom Richtwert zum konkreten Angebot
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Kostenloses Angebot anfordernHäufige Fragen
Lohnt sich Photovoltaik 2026 trotz gesunkener Einspeisevergütung?
Ja. Entscheidend ist der Eigenverbrauch: Selbst genutzter Strom spart ~37 ct/kWh, rund das 4–5-fache der Einspeisevergütung (7,78 ct). Die Amortisation liegt meist bei 8–12 Jahren.
Nach wie vielen Jahren hat sich eine Solaranlage bezahlt gemacht?
Je nach Eigenverbrauch, Region und Speicher typischerweise nach 8–12 Jahren. Danach folgen über ein Jahrzehnt Gewinn bei 25+ Jahren Lebensdauer.
Wann lohnt sich Photovoltaik nicht?
Bei starker dauerhafter Verschattung, sehr niedrigem Verbrauch (unter ~1.500 kWh/Jahr) oder einem sehr kleinen, ungünstig ausgerichteten Dach. Dann sind Alternativen wie Garten-PV oder ein Balkonkraftwerk zu prüfen.
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Redaktionell geprüft von Bastian Saupe · Stand: 9.7.2026